Moringa – Der Wunderbaum

Niemand probiert gerne aus, was ihm gut tun könnte. Denn seien wir ehrlich: Hätten wir nicht Freude beim Anblick unseres Spiegelbilds, würden wir nicht erkennen, dass Gesundheit einen großen aktiven Beitrag von jedem von uns fordert. Für alle Frauen, die für ihre Ausstrahlung und gleichzeitig für ihre Gesundheit ein hilfreiches Rezept suchen, ist die Kraft der Moringa Pflanze vielleicht die Antwort. Wer träumt nicht davon, den Baum des Lebens zu finden und verspricht sich davon einen Jungbrunnen, der einem ein langes und aktives Leben beschert? Nun finden sich all diese Hoffnungen in einer einzigen Pflanze des Wunderbaums wieder.

Der Moringa Baum: Die perfekte Wunderwaffe für Gesundheit und Wohlbefinden

Der Moringabaum wird binnen eines Jahres stolze vier Meter im Idealfall und ist vollständig nutzbar. Monatlich wächst die Moringa Pflanze ungefähr 30 Zentimeter. In Europa ist der Wunderbaum Moringa auch unter dem Namen Meerrettichbaum bekannt, da die englischen Kolonialherren die Wurzeln als Ersatz für den Meerrettich verwendet haben. Die Früchte, die wie Bohnen aussehen, werden als Gemüse gegessen. Da man den Moringa Baum als Ganzes verwerten kann, wird aus dem Samen Pflanzenöl gepresst. Das gewonnen Öl dient als Basis für die Herstellung von Kosmetika, Seifen und Salben oder auch als Biodiesel. Der Moringa Wunderbaum macht seinem Namen alle Ehre, da mit dem zu Pulver zerriebenen Samen verunreinigtes Trinkwasser gereinigt werden kann. Die im verschmutzten Wasser enthaltenen Bakterien und Schwebstoffe werden mit Hilfe des Pulvers des Moringabaums gebunden – zurück bleibt wertvolles Trinkwasser.

Der Moringa Oleifera, so die exakte Bezeichnung des Wunderbaums, ist für die Inder schon seit mehr als 5000 Jahren als Baum des Lebens bekannt und geschätzt. Dort wird er übrigens in der traditionellen ayurvedischen Heilkunst eingesetzt und heilt mehr als 300 Krankheiten. Der Moringa Wunderbaum nutzt die Nährstoffe der Moringa Pflanze, denn sie enthält 18 von 20 wichtigen Aminosäuren und viele wertvolle Mineralstoffe.

Mittlerweile sind bereits über 700 wissenschaftliche Studien über die positiven gesundheitlichen Wirkungen der Blätter, Früchte und Samen des Moringa Baumes auf den Menschen veröffentlicht worden. Dreizehn Arten zählen zur Familie der Moringa Bäume. Im indischen Raum ist die Medizinrichtung des Ayurvedas noch heute weit verbreitet. Die ayurvedischen Ärzte kennen bei über 300 Krankheitsbildern den Einsatz von Moringa, um den Zustand des Patienten zu verbessern.

Was im Ayurveda als Erfahrungsheilkunde seit Jahrhunderten verwendet wurde, findet heut verstärkt wieder Beachtung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben das Geheimnis des Moringa Baums, auf das die Ayurvedische Medizin schon lange vertraut, mittlerweile entschlüsselt.

Systematik und Ursprung

Generell wird davon ausgegangen, dass die tropische Pflanze Moringa aus dem Himalaya stammt und heutzutage einen Verbreitungsraum hat, der sich von Indien bis ins östliche Afrika erstreckt. Insgesamt findet man die Moringa Pflanze in rund 80 verschiedenen Ländern. Hierzu zählen unter anderem der Sudan oder Malawi. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Benussgewächs (lat. Moringaceae), deren Gattung Moringa heißt. Bislang sind nur rund 13 verschiedene Moringa Arten bekannt, was gerade in der Pflanzenwelt eher selten ist.

Eine Art des Moringa ist die sogenannte Moringa oleifera. Hierzulande kennt man diese Pflanze auch unter dem Namen Meerrettich Baum. Im englischsprachigen Raum nennt man den Strauch Horseradish Tree. Die Bezeichnung passt deshalb so gut, weil der Geruch der Pflanze stark an den intensiven Duft von Meerrettich erinnert. Verantwortlich hierfür sind sogenannte Senfölglykoside. Die Pflanze selbst braucht nur wenig Wasser, dafür aber sehr viel Licht. Sie kann im ersten Jahr ihres Lebens bis zu acht Meter wachsen. Allerdings benötigt sie hierfür ein warmes Klima, in dem die Temperatur permanent zwischen 20 und 45 Grad Celsius liegt.

In Asien sind die gesundheitsfördernden Eigenschaften schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Dort trägt die Pflanze auch den Namen Wunderbaum. Auf den Philippinen beschreibt man die Pflanze hingegen als „Mutters bester Freund“. In diesem Land wird Moringa nämlich auch stillenden Müttern verabreicht, wodurch sich die Milchproduktion erhöht. In den Herkunftsländern verarbeitet man die Blätter der Moringa in der Regel frisch und stellt daraus unter anderem gekochte Speisen her. Die Blätter sind aber auch roh verzehrbar.

Welche Bestandteile von Moringa sind besonders wertvoll?

Samen und Blätter gehören zu denjenigen Bestandteilen der Moringa Pflanze, die für den Menschen besonders interessant sind. Dort befinden sich nämlich die meisten Inhaltsstoffe, die eine positive Wirkung erzielen können.

Die in den Blättern und dem Blattpulver der Moringapflanze enthaltenen Nährstoffe und Vitalstoffe sind für den menschlichen Organismus so wertvoll, weil dieser sie nicht selbständig herstellen kann. Die Moringa Blätter enthalten bis zu 1000 Mal mehr Zeatin als andere Pflanzen, was sich auch im Wachstum des Wunderbaum Moringa selbst zeigt. Eigentlich ist Zeatin ein Wachstumshormon. Es hemmt außerdem den Abbau von blatteigenem Chlorophyll, sodass die in den Moringa Blättern enthaltenen Stoffe wesentlich langsamer abgebaut werden. Ideal für die spätere Verarbeitung der Blätter des Moringabaums zu Blattpulver.

Die Samenkerne eignen sich zum rohen Verzehr, Kochen oder Rösten. Darüber hinaus lässt sich aus den Samen Öl pressen, welches reich an essentiellen Fettsäuren ist. Als Speiseöl verwendet, hat sich Moringa bereits einen Namen gemacht.

Das Geheimnis der Inhaltsstoffe

Der Moringa Baum gilt als die Pflanze mit der höchsten Dichte an Nährstoffen. Zu den Inhaltsstoffen gehören die meisten der bekannten Aminosäuren, die die Basis für die Bildung von lebenswichtigen Proteinen sind. Das Wunder des Moringa Baums liegt auch in seinem hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Vitamine A, B, C und E, die Spurenelemente Kalzium, Kalium und Eisen und viele andere sind in einem viel höheren Maß vorhanden, als es von anderen Pflanzen bekannt ist. Sekundäre Pflanzenstoffe und ein hoher Anteil an Ballaststoffen sind weitere wichtige Inhaltsstoffe.

Diese essenziellen Nahrungsbestandteile sind Substanzen, die der Körper selbst nicht herstellen kann. Sie müssen deshalb dem Organismus über die Ernährung zugeführt werden. Nur so können alle Vorgänge im Körper richtig ablaufen. Jeder Nährstoff ist wichtig für eine ganz bestimmte Funktion. Aber alle Nährstoffe wirken im Ganzen auch zusammen. Deshalb ist eine gute Versorgung mit allen wichtigen Vitalstoffen wichtig.

Folgende Moringa Inhaltsstoffe haben einen besonders positiven Effekt auf den menschlichen Körper:

Ballaststoffe: Hierbei handelt es sich in der Regel um sogenannte Polysaccharide, die im menschlichen Körper vor allem für eine gute Verdauung sorgen. Moringa ist reich an Ballaststoffen. Untersuchungen haben ergeben, dass in 100 Gramm Moringa Pulver fast 20 Gramm Ballaststoffe enthalten sind.

Vitamine: Hierbei handelt es sich um organische Verbindungen, die für jedes Lebewesen extrem wichtig sind. Die meisten Vitamine müssen von außen zugeführt werden. Allerdings ist dies nicht immer möglich, sei es durch Stress, eine ungesunde oder mangelhafte Ernährung (z.B. kohlenhydratreiches Fast Food). Moringa ist ein wahres Vitaminpaket, welches den menschlichen Körper mit nahezu allen wichtigen Vitaminen ausreichend versorgt. Hierzu zählen vor allem Vitamin A, B1, B2, B3; B5, B6, B9, C und E. Alle Vitamine übernehmen im Organismus wichtige Aufgaben. So ist unter anderem bekannt, dass Vitamin B1 den Stoffwechsel von Kohlenhydraten fördert. Zucker kann daher schneller in Energie umgewandelt werden. Vitamin E hingegen kurbelt den Fettstoffwechsel an, was gerade im Rahmen einer Diät besonders förderlich ist.

Essentielle Fettsäuren: Diese gesunden Fettsäuren sind für den menschlichen Organismus ebenfalls sehr wichtig (u.a. für Entwicklung der Zellmembran) und fördern sogar die Gesundheit. Es handelt sich hierbei sogenannte um Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die ebenfalls in Moringa zu finden sind. Darüber hinaus weist sie ein sehr gutes Verhältnis der beiden Fettsäuren untereinander auf.

Mineralstoffe: Ohne Mineralien und Spurenelemente läuft rein gar nichts im menschlichen Körper. Ein gutes Beispiel hierfür ist sicherlich Magnesium. Das Mineral ist für den Knochenaufbau und deren Erhaltung von besonderer Bedeutung. Ähnliches gilt für Kalzium. Die Mineralien und Spurenelemente müssen von außen zugeführt werden, da der Organismus sie nicht selbst produzieren kann. In Moringa stecken viele verschiedene Mineralien und Spurenelemente. Hierzu zählen unter anderem Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Chrom, Mangan oder Zink. Sogar Selen ist nachweisbar.

Phytamine: Hierbei handelt es sich um sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel der Pflanzen haben. Dies gilt ebenfalls für den menschlichen Körper, sobald Phytamine aufgenommen werden. So ist bekannt, dass Phytamine unter anderem antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Moringa verfügt gleich über mehrere Phytamine. Hierzu zählen unter anderem Saponine (u.a. Cholesterin senkend), Carotinide (schützen die Haut vor UV-Strahlung) oder Glucosinolate (fördern die Fettverdauung und wirken zudem antimikrobiell).

Zeatin: Wachstumshormon, welches unter anderem dafür verantwortlich ist, dass Moringa in einem Jahr bis zu acht Meter wachsen kann. Außerdem unterstützt es die Umwandlung von Nährstoffen. Untersuchungen haben ergeben, dass in Moringa besonders viel (bis zu 1000 Mal mehr als in anderen Pflanzen) Zeatin vorhanden ist.

Chlorophyll: Sorgt für die grüne Farbe bei allen Pflanzen. Dies ist selbstverständlich auch bei Moringa der Fall. Chlorophyll kann im menschlichen Körper verschiedenste Funktionen erfüllen. Zudem enthält Chlorophyll von Natur aus sehr viel Magnesium, welches für den Menschen lebensnotwendig.

Die antioxidative Kraft des Moringa

In unserem Alltag spielen Stress, Luftverschmutzung oder der zu hohe Konsum von Genussmitteln wie stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln oder Alkohol eine große Rolle. Diese und viele weitere Faktoren verstärken die Bildung der Freien Radikale. Die antioxidativ wirkenden Substanzen aus dem Moringabaum wirken gegen diese freien Radikale. Die Wirksamkeit ist messbar. Mit dem ORAC-Wert (oxygen radical absorbance capacity) gibt es eine Kennzahl, die den Grad angibt, mit dem es einer biologischen Substanz möglich ist, freie Radikale unschädlich zu machen. Moringa bringt es in diesem Messsystem auf einen besonders hohen Wert von etwa 50.000 ORAC-Einheiten pro 100 Gramm.

Sauberes Wasser dank Moringa: Auch aus ökologischer Sicht eine ganz besondere Pflanze

Hierzulande gibt es kaum Probleme mit sauberem und trinkbarem Wasser. In anderen Erdteilen sieht dies allerdings anders aus. Auch hier kann Moringa helfen, die Situation zu verbessern. Schließlich bedeutet sauberes Wasser auch Gesundheit und in wasserarmen Regionen auch schlichtweg überleben. Wenn man verschmutztes Wasser reinigen möchte, benötigt man hierfür Moringa Samen. Um 1 Liter Wasser zum Trinken aufzubereiten, sind lediglich 0,2 Gramm Samenpulver nötig. Dies bestätigt auch Schweizer Forscher. Das Pulver muss hierfür nur in das verunreinigte Wasser gegeben werden. Je nach Verschmutzungsgrad wirkt das Pulver zwischen 20 Minuten und einer Stunde ein. Das Pulver bindet Schwebstoffe und auch Bakterien, die sich dann am Gefäßboden absetzen.

Genuss pur, als Tee oder lieber als Öl?

In Indien werden die Moringa Blätter meist roh gegessen, manchmal auch gekocht, gedünstet oder einfach in der Pfanne zubereitet. Die Völker vieler Länder behandeln äußerliche Symptome wie Hauptprobleme, indem man den Tee auf die betroffenen Stellen aufträgt. In Europa findet vor allem das Blattpulver Verwendung. Getrocknete Blätter oder daraus gewonnenes Pulver sind immer dann eine praktische Alternative zu frischen Produkten, wenn Letztere nicht im ausreichenden Maße verfügbar sind oder nur schlecht verarbeitet werden können.

Dies ist auch bei Moringa der Fall. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Pflanze, die hierzulande nicht wächst und deshalb auch nicht frisch verarbeitet werden kann. Moringa wird deshalb in verschiedenen Formen angeboten. Hierzu zählen unter anderem Moringa Kapseln, Pulver, Teevarianten oder Öle. Gerade bei den getrockneten Produkten sind die Inhaltsstoffe in weitaus höherer Konzentration verfügbar. So ist bekannt, dass Moringa Pulver einen Eiweißgehalt von rund 30 Prozent und einen Gesamtmineraliengehalt von fast 11 Gramm auf 100 Gramm Pulver aufweist.

Sportler und Menschen, die leicht unter Stress oder hoher Belastung stehen, wie auch Mütter und berufstätige Frauen im Alltag über Maßen gefordert sind, sind mit der Moringa Pflanze bestens versorgt und ernähren sich ausgewogen. Sportler profitieren insbesondere durch die Aufnahme von Kalzium in den Moringa Blättern.

Fazit: Darum sollte Moringa auf jeden Fall genutzt werden!

Moringa ist eine echte Nährstoff- und Vitamin-Wunderwaffe und kann hierzulande in den verschiedensten Varianten (z.B. Tee oder Nahrungsergänzungsmittel) genutzt werden. Verschiedenste Studien haben gezeigt, dass die Pflanze aufgrund seiner Inhaltsstoffe eine besonders positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben kann, und zwar komplett unabhängig vom Alter. Allerdings ist es gerade die Best Ager Generation, die von Moringa besonders gut profitiert. Deshalb wird Moringa auch außerhalb des eigentlichen Anbaugebietes auf höheres Interesse stoßen. Gleichzeitig überzeugt Moringa auch aus ökologischer Sicht, da hiermit verschmutztes Wasser schnell und einfach gereinigt werden kann.