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Aloe Vera: Wirkung und Anwendung

Aloe Vera ist eine Pflanze mit unheimlich vielfältigen Eigenschaften und erfreut sich nicht umsonst zunehmender Beliebtheit in der modernen Kultur.

Geschichte der Aloe Vera Pflanze

Die Geschichte der Anwendung von Aloe Vera zur Vorbeugung und Bekämpfung körperlicher Leiden greift mehrere tausend Jahre zurück. Die ersten Aufzeichnungen wurden vor rund 6000 Jahren im alten Ägypten gemacht. Der Saft der Pflanze war damals dafür bekannt, Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit zu verleihen. Er wurde daher unter anderem von Cleopatra und Norfette geschätzt.
Im antiken China wurden die Blätter der Pflanze oftmals als “heilige Nägel der Gottheit” bezeichnet. Sie waren zu dieser Zeit auf dem asiatischen Kontinent bereits fester Bestandteil von zahlreichen medizinischen Behandlungen. Auch die alten Römer schätzten die Vorzüge der Pflanze. Während der Herrschaft von Kaiser Nero wurden Präparate mit Aloe Vera als Bestandteil bei mehr als hundert Krankheitsbildern eingesetzt.

Einsatzmöglichkeiten und Wirkung

Durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Aloe Vera Pflanze und den zahlreichen enthaltenen Vitalstoffen ergeben sich eine Menge vielfältiger Einsatzmöglichkeiten. In den USA erfreut sich die Pflanze zunehmender Beliebtheit bei zahlreichen kosmetischen Anwendungen. Auch als Saft und Nahrungsergänzungsmittel ist sie für eine Vielzahl unterschiedlicher Indikationen beliebt.
Als durch Studien nachgewiesene und wissenschaftlich abgesicherte Wirkung gilt der Effekt der Anthrachinon-haltigen Zubereitung, der abführend wirkt. Der Stoff der dafür verantwortlich ist, wird allerdings bei den meisten Aloe Vera Produkten entfernt, um keine ungewollten Nebenwirkungen zu erzielen.
Studien zeigen außerdem eine mögliche Wirksamkeit bei Psoriasis, seborrhoischer Dermatitis und Herpes Genitales. Nicht hinreichend belegt ist dagegen die Wirkung bei Wundheilung, strahlengeschädigter Haut, Hyperlipidämie und Diabetes, wobei es dort bereits teilweise praktische Anwendung findet.
Das in der Aloe enthaltene Vitamin E soll außerdem die Sauerstoffaufnahme der Gewebezellen verbessern, wodurch die Haut jünger und länger kraftvoll bleiben soll. Nicht umsonst findet der Extrakt der Blätter der Pflanze in zahlreichen kosmetischen Produkten Anwendung.

Wirkung auf Bioverfügbarkeit von Vitaminen

Neuste Studien aus den USA besagen, dass Aloe Vera die Bioverfügbarkeit von Vitaminen um bis zu 269% steigern kann. Das heißt, wer zu Vitaminen zusätzlich Aloe Vera zu sich nimmt, kann die Vitamine deutlich besser verwerten. Prof. Joe A. Vinson von der University of Scranton, Pennsylvania hat die Bioverfügbarkeit von Vitamin C in Kombination mit Aloe Vera anhand von Blutplasma getestet und untersucht. Unabhängige Studien vom UC Davis Medical Center in Sacramento ergaben außerdem eine erhöhte Bioverfügbarkeit von Vitamin E und Vitamin B12 – hier war die Steigerung sogar noch höher.
Beliebt und effektiv sind daher zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Aloe Vera mit zusätzlichem Vitamin C und E. Diese bieten die Möglichkeit für eine ausreichende und gut aufzunehmende Versorgung mit Vitaminen und können somit das Immunsystem unterstützen.

Risiken

Die erhältlichen Aloe Vera Produkte schwanken stark in Qualität, Verarbeitung und Zusammensetzung. Aufgrund der zunehmenden Popularität und der vielen Anwendungsmöglichkeiten gibt es außerdem auch viele unseriöse Anbieter, die die Produkte überteuert und unter Einsatz krankheitsbezogener Aussagen vertreiben. Es ist ratsam auf Details zu achten und im Zweifelsfall Beratung bei einem Mediziner zu ersuchen, um mögliche Risiken ausschließen zu können.