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Was ist Vitamin A?

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und besteht aus mehreren chemischen Verbindungen. Zu den Stoffgruppen dieses Vitamins beim Menschen zählen:

  • Retinol (Vitamin A1)
  • Retinol-Ester (Vitamin A Ester)
  • Retinal (Vitamin A Aldehyd)
  • Retinylpalmitat
  • Retinsäuren (Vitamin A Säure)
  • 3 Dehydroretinol

Provitamine, zu denen beispielsweise das Beta-Carotin zählt, sind Vorstufen für das Vitamin A, die der menschliche Körper dahingehend entsprechend umwandeln kann.

Retinol (Axerophthol) als Quelle des Vitamins A ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. Es kommt hauptsächlich in Form des Retinylpalmitats vor. Seine Vorstufen, die Provitamine (Carotine), sind ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vertreten.

Wirkung und Funktion von Vitamin A

Dieses Vitamin ist wichtig für das Wachstum (Regulierung der Zellteilung und des Zellwachstums), die Haut, Schleimhäute und Augen. Bedeutung hat es zur Gesunderhaltung der Knochen, Zähne, des Augenlichtes und kann zur Stärkung des Abwehrsystems beitragen.

Verschiedene Stoffwechselvorgänge werden von diesem Vitamin beeinflusst beziehungsweise gesteuert. Das betrifft beispielsweise folgende Wirkungs- und Funktionsweisen im menschlichen Körper:

  • Die Haut – dazu zählt eine gesunde und schöne Haut, einschließlich der funktionsfähigen Schleimhaut wie Nasen-, Mund-, Rachen-, Harnwegs-, Gebärmutter- und Darmschleimhaut. Zellen der äußeren Hautschicht müssen ersetzt und die Schleimhäute feucht gehalten werden. Die Dermatologie nutzt die positive Wirkung des Vitamins gegen Faltenbildung der alternden Haut. Besonders rissige und trockene Haut wird bei der Zellerneuerung unterstützt
  • Augen – benötigen das Vitamin, um sehen zu können. Unser Auge baut mit Hilfe von Vitamin A1 (Retinol) die Substanz Rhodopsin auf, das uns das Farben-Sehen und Sehen in der Dämmerung ermöglicht.
  • Infektionsschutz – den natürliche Schutz vor Infektionen bilden Haut und Schleimhäute. Sind diese gestört, ist der Körper anfälliger. Zur Stärkung des Immunsystems trägt dieses Vitamin, wie auch Vitamin C (Ascorbinsäure) bei.
  • Eisenstoffwechsel – das Vitamin A trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei. Eisen ist ein besonders wichtiges Spurenelement für den Menschen, da es bei der Bildung roter Blutkörperchen benötigt wird. Die roten Blutkörperchen wiederum transportieren Sauerstoff im Körper.

Der Tagesbedarf

Damit alle lebenswichtigen Aufgaben dieses Vitamins beziehungsweise Beta-Karotin im menschlichen Körper ausgeführt werden können, wird folgende Zufuhr empfohlen:

  • Vitamin A: zwischen 0,8 und 1,0 Milligramm
  • Beta-Carotin: 2,0 Milligramm
Schwangere Frauen benötigen von beiden Vitaminen insgesamt etwa ein Drittel mehr. Stillende Mütter sogar das Doppelte. Ein „Mehr“ an Beta-Karotin benötigen besonders Menschen, die:

  • Rauchen
  • Starken Luftverschmutzungen ausgesetzt sind
  • Rheumatiker
  • An Leberzirrhose leiden

Achtung vor zu viel Vitamin A

Da eine zu hohe Dosis dieses Vitamins giftig ist, sollten besonders Kinder es ausschließlich nur über die Nahrung aufnehmen. Denn Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, und kann im Körper gespeichert werden. Somit ist es anders als bspw. Vitamin C, welches wasserlöslich ist und bei hoher Dosierung einfach über den Harn ausgeschieden wird. Ihre Tagesration setzt sich nach Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung wie folgt zusammen:

Kinder

  • bis zu ¼ Jahr: 0,5 Milligramm
  • ab 4. Monat bis zu 3 Jahren: 0,6 Milligramm
  • von 4-6 Jahren: 0,7 Milligramm
  • von 7-9 Jahren: 0,8 Milligramm
  • zwischen 10-12 Jahren: 0,9 Milligramm
  • Jungen zwischen 13-18 Jahren benötigen etwa 1,1 Milligramm und
  • Mädchen zwischen 13-14 Jahren 1,0 Milligramm und von 15-18 Jahren 0,9 Milligramm mehr an Vitamin A.
Wenn die empfohlene Tagesdosis für Kinder und Erwachsene über eine längere Zeit erhöht wird (zum Beispiel durch zusätzliche Präparate), bringt sich in Gefahr. Eine Hypervitaminose (Überdosierung) kann die Folge sein. Mögliche Symptome dafür sind:

  • Juckreiz
  • Übelkeit
  • Trockene Haut oder Schleimhäute
  • Vergrößerung der Leber
  • Kopfschmerzen
  • Nasenbluten
  • Anfälligkeit für Knochenbrüche
Generell sollten hochdosierte Vitamin-A-Präparate nur in Absprache mit dem Hausarzt eingenommen werden. Da tierische Leber zur Vitamin-A-reichen Nahrung zählt, sollte auf einen zu häufigen Verzehr verzichtet werden. Das betrifft besonders Schwangere in den ersten Monaten. Sie sollten auf Leber ganz verzichten, da eine Überdosierung bereits in kleinen Mengen das Ungeborene schädigen könnte.

Vitamin A in Lebensmitteln

Für Kinder sind folgende Nahrungsmittel empfehlenswert, um ihren Tagesbedarf zu decken:

  • Leber
  • Lebertran
  • Möhren
  • Blattgemüse
  • Eigelb
  • Milchprodukte (Vollmilch, Käse)
  • Gelbe und rote Früchte
  • Mit Vitamin A angereicherte Margarine
Schwangere decken mit einer mittelgroßen Karotte ihre Vitamin-A-Tagesdosis ab. Mit 150 Gramm Spinat ebenfalls.

Zu den weiteren Vitamin-A-Lieferanten zählen:

  • Fisch (Aal, Thunfisch, Hering)
  • Brokkoli
  • Tomaten
  • Aprikosen
  • Butter
  • Fettreichen Käsesorten
  • Geflügel
Als fettlösliches Vitamin ist es besonders in fetten Lebensmitteln reichlich vorhanden. Am reichsten in der tierischen Leber.

Provitamine, die ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, werden in der Darmwand in Retinol umgewandelt. Eine wesentliche Rolle spielt das Beta-Carotin. In der Karotte ist es in hoher Konzentration enthalten.

Carotin-Lieferanten sind:

  • Brokkoli
  • Endivien
  • Chicorée
  • Feldsalat
  • Holunder
  • Sanddorn
Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sollten Obst und Gemüse auf dem täglichen Speisezettel stehen. Bereits 7 Milligramm natürliches Betakarotin reicht aus, um den Tagesbedarf zu decken. Der Körper wandelt es in Vitamin A um.

Mangel und Supplementierung

In den armen Ländern unserer Erde (Dritte Welt) herrscht akuter Mangel an vielem – auch an diesem lebenswichtigen Vitamin. Unzureichende Schleimhautsekretion erleichtern das Eindringen von Krankheitskeimen. Funktionsstörungen der Tränendrüsen führen zu trockenen Augen. Sie sind Hauptursache für die Erblindung von Kindern in diesen Entwicklungsländern.

In der „modernen Welt“ äußern sich diese Vitamin-Mangelerscheinungen auf vielfache Art und Weise:

  • Erschwerte Anpassung (Dunkeladaption) der Sehkraft von hell zum Dunkel
  • Nachtblindheit
  • Veränderung der Augenstruktur bis zur möglichen Erblindung
  • Schuppige, rissige und trockene Haut
  • Brüchige und glanzlose Haare
  • Brüchige Fingernägel
  • Störungen der Zahnbildung
  • Verzögerung des Wachstums
  • Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit sowie Zeugungsfähigkeit
Die häufige Bildung von Gerstenkörnern kann ebenfalls Ausdruck eines Vitamin-A-Mangels sein. Zu einer ergänzenden und zielgerichteten Zufuhr (Supplementierung) des Fehlenden sind zum einen Eigelb, Butter, Innereien, rote, grüne, gelbe oder orangefarbige Gemüsesorten und zum anderen Vitamin A Kapseln möglich.