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Lachen hebt nicht nur die Stimmung

Lachen hebt nicht nur die Stimmung
Wer kennt es nicht, das angenehme Gefühl, wenn man wegen irgendetwas loslachen muss? Selbst wenn man es unterdrücken will, meistens platzt es doch heraus und lässt dabei so wunderbar Druck ab. Und hinterher, wenn das Lachen schon längst vorbei ist, bleibt trotzdem noch eine Weile eine gehobene Stimmung erhalten.

Körperliche Auswirkungen des Lachens

Entspannung ist überhaupt eine der angenehmen „Nebenwirkungen“, die durch Lachen eintreten. Allerdings ist zuerst einmal Anspannung angesagt: Bei einem Lachanfall werden schließlich die Gesichts- und Bauchmuskeln, das Zwerchfell, die Stimmbänder und das Herz-Kreislauf-System intensiv angeregt. Das ergibt über 100 Muskeln, die bei herzhaftem Lachen beansprucht werden. Das ist sogar recht anstrengend und verbraucht deshalb auch jede Menge Energie - zehn Minuten Lachen sollen so viele Kalorien verbrennen wie zehn Minuten Jogging!

Durch die vorübergehende Verengung der Gefäße steigt zunächst der Blutdruck und die Durchblutung des gesamten Körpers wird gesteigert. Dadurch und durch eine stark vertiefte Atmung erhöht sich der Sauerstoffanteil des Blutes um das Drei- bis Vierfache des normalen Gehaltes. Der Körper wird also regelrecht mit wertvollem Sauerstoff überflutet, der im kräftigen Blutstrom bis in die äußersten Winkel transportiert werden kann.

Direkt im Anschluss entspannen die Blutgefäße dann wieder, denn während des Lachens werden auch zahlreiche Hormone ausgeschüttet. Die bekanntesten sind wohl die Endorphine, das sogenannte “Glückshormone“, die eine positive Stimmungslage verursachen. Ebenfalls wird während des Lachens das Hormon Oxytocin ins Blut abgegeben. Diese beiden Hormone wirken entspannend und bringen die Gefühle von Zufriedenheit und innerer Ruhe mit sich.

Gut für das Immunsystem

Parallel dazu hat Lachen auch noch einen überaus günstigen Einfluss auf das Immunsystem. So haben Wissenschaftler mittlerweile herausgefunden, dass durch einen Lachanfall die Anzahl verschiedener Abwehrstoffe ansteigt. Beispielsweise wurde dann eine deutlich erhöhte Zahl von Killerzellen gemessen. Deren Aufgabe ist es, in den Körper eingedrungene Viren und Bakterien unschädlich zu machen. Auch die Menge der Immunglobuline und Zytokine, die eine wichtige Rolle in der Erregerabwehr spielen, steigt nach ein paar Lachanfällen nachweislich an. Daher kann man kräftiges Lachen wohl als gute Vorbeugemaßnahme für die Gesundheit ansehen.

Psychologie und Lachen

Während das Zähne zeigen mit offenem Mund bei Tieren eine Drohgebärde darstellt hat es beim modernen Menschen aber eine freundliche, Verbindung schaffende Bedeutung. Wir nutzen es dazu, um unsere Beziehungen positiv zu beeinflussen. Werden wir von jemandem angelacht, so verbessert dies meistens auch unsere Stimmung. Lachen ist ansteckend! Und es ist sogar eine Ansteckung, die wir ausnahmsweise einmal gern über uns ergehen lassen.

Die positiven Auswirkungen des Lachens auf die Psyche sind sogar so umfassend, dass es als Unterstützung bei Schmerzpatienten eingesetzt werden kann. Die Klinikclowns durch ihren Humor bringen nicht nur subjektive, sondern objektiv messbare Schmerzlinderung.

Man sieht also: Lachen ist gesund – und macht sogar noch Spaß!

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/humortrainer-im-gespraech-lachen-ist-eine-erfrischungskur-13415788.html