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Ginkgo: Wirkung und Nebenwirkung

Ginkgo: Wirkung und Nebenwirkung
Ginkgo genießt mittlerweile auch im Westen ein hohes Ansehen. Zahlreiche Studien verweisen auf die positiven Wirkungen von Ginkgo - so z.B. auf das Gedächtnis und Konzentrationsvermögen. Ginkgo wirkt sanft, kann aber auch bei besonders empfindlichen Menschen vereinzelt zu Nebenwirkungen führen. Lesen Sie im Folgenden mehr über Wirkung und Nebenwirkungen der traditionellen asiatischen Pflanze Ginkgo.

Der ursprünglich in China beheimatete Ginkgo biloba gilt als einzige, überlebender Vertreter der Samenpflanze Ginkgoales. Die Vorfahren der Pflanze sollen bereits vor 300 Millionen Jahren auf der Erde gewachsen sein. Im ostasiatischen Raum wird Ginkgo aufgrund seiner essbaren Pflanzenteile, wie der Samen, seit Jahrhunderten kultiviert. *1Die Blätter und Samen werden u. a. in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wegen der positiven Ginkgo Wirkung geschätzt. Auch neue Studien deuten auf die Wirkung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen hin. Empfindliche Menschen sollten jedoch auch die Ginkgo Nebenwirkung berücksichtigen.

Übersicht Ginkgo Wirkung

  • traditionelle Anwendung seit dem Mittelalter
  •  in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Ginkgo Wirkung in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen genutzt
  • Der Extrakt aus den Blättern und Samen der Pflanze soll die positive Wirkung verstärken
  • Ginkgo ist rein pflanzlich und auch für Vegetarier geeignet

Ginkgo Wirkung – ein sanfter Naturstoff

Ginkgo ist bereits seit dem Mittelalter u. a. in Ostasien als schonendes Naturheilmittel bekannt. Mit der Gewinnung von Extrakten aus dem Ginkgo-Baum sollte die positive Ginkgo Wirkung noch verstärkt werden. Im 11. Jahrhundert wurden in China sowohl die Rinde als auch die Blätter und Samen des Baumes zu heilenden Zwecken verwendet. In der TCM wird vor allem dem Samen und dem Fruchtfleisch eine besondere Wirkung zugesprochen. *2 In der Neuzeit wurde die Ginkgo Wirkung unter ernährungswissenschaftlichen Aspekten untersucht. Die Blätter des Ginkgos besitzen wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise etwa 0,5 bis 1,8 Prozent Flavonoide darunter u. a. Biflavonoide, Flavan-3-ole und Proanthocyanidine. *3

Es existiert eine Reihe von Studien zur Wirkung von Ginkgo, die auf die positiven Eigenschaften hinweisen. Ginkgo könnte gemäß der Studien zur allgemeinen Stärkung der Gedächtnisleistung beitragen, die Fließfähigkeit des Blutes fördern und bis zu einem gewissen Maß die Neuroprotektion (Schutz der Nervenzellen vor dem Absterben) ermöglichen. *4

Ginkgo Nebenwirkung

Neben der positiven Ginkgo Wirkung kann der Naturstoff bei sehr empfindlichen Menschen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die Pflanze enthält u. a. Ginkgolsäure, die zu den Alkyl- und Alkenylphenolcarbonsäuren zählt. Dabei handelt es sich um Inhaltsstoffe, die Allergien beispielsweise in Form von Hautreizungen und Probleme mit der Magenschleimhaut verursachen können. *4 Im Europäischen Arzneibuch und im Deutschen Arzneibuch ist aus diesem Grund der Gehalt an Ginkgosäure in Ginkgo-Extrakten auf 5 ppm (parts per million – Teile einer Million) limitiert. *5 

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Quellen:
*1*2Ginkgo Baum des Jahrtausends https://baum-des-jahres.de/index.php?id=6

*3 Rudolf Hänsel, Otto Sticher (Hrsg.): Pharmakognosie. Phytopharmazie. 9. Auflage. Springer, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-642-00962-4 *4Rudolf Hänsel, Otto Sticher (Hrsg.): Pharmakognosie. Phytopharmazie. 9. Auflage, Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-00962-4, S. 1133–1142
*4 http://www.uni-frankfurt.de/55263888/Neuer-Senckenbergischer-Arzneipflanzengarten Stand Mai 2013
*5 Pharmazeutische Zeitung Stand Mai 2013 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=7209