Acetyl-L-Carnitin: Mehr als nur ein Fettburner

Ursprünglich zählte das L-Carnitin zu den B-Vitaminen; heute ist bekannt, dass L-Carnitin eine Aminosäure ist. Die biochemische Struktur von L-Carnitin ist der Struktur von B-Vitaminen lediglich ähnlich. Eine Variante von L-Carnitin ist Acetyl-L-Carnitin.

Welche Aufgaben erfüllt L-Carnitin im Fettstoffwechsel?

Biologisch gesehen dienen L-Carnitin und Acetyl-L-Carnitin dazu, die energiereichen Fettsäuren durch die Membran der Mitochondieren – den Kraftwerken unserer Zellen – zu befördern. In den Mitochondrien werden diese energiereichen Fettsäuren gespalten. Die vorher gebundene Energie wird somit freigesetzt als sogenannte ATP (Adenosintriphosphat). ATP wiederum kann anschließend von Körperzellen für verschiedene biologische Prozesse weiter verwendet werden. L-Carnitin und Acetyl-L-Carnitin sind vor allem für Sportler interessant, da sie die Muskelbewegungen fördern und die Fettverbrennung anregen.

Nur Acetyl-L-Carnitin geht ins Gehirn

Auf biochemischer Ebene unterscheidet sich Acetyl-L-Carnitin nur geringfügig von L-Carnitin. ALC besitzt eine zusätzliche Acetylgruppe. Dieser kleine Unterschied hat jedoch eine große Wirkung: ALC kann im Gegensatz zu L-Carnitin die Blut-Hirn-Schranke überwinden.

Dadurch unterstützt ALC den Stoffwechsel im Gehirn. Auch hier transportiert es Energieträger in die Hirnzellen und setzt Energie frei. Da Ihr Gehirn mehr Energie benötigt als andere Organe, besitzen Hirnzellen oft besonders viele Kraftwerkzellen bzw. Mitochondrien. Dadurch kann die Hirnzelle die bereitgestellte Energie verwenden, um untereinander viel zu kommunizieren und die Signale im Hirn schnell weiterzuleiten.

Das ist jedoch noch lange nicht alles: ALC beteiligt sich auch an der Synthese von Acetylcholin – ein wichtiger Botenstoff der Nervenzelle, nicht nur im Gehirn. Die Eigenschaft spielt auch bei der Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel eine Rolle.

Welche besonderen Eigenschaften hat Acetyl-L-Carnitin?

Die potentielle Eigenschaft von ALC besteht darin die Leistung des Gehirns zu fördern. Vor allem das Gedächtnis scheint deutlich von der Einnahme von ALC zu profitieren.

Auch die Medizin macht sich die Aminosäure zunutze: Erste Ansätze zur Unterstützung bei Alzheimer, Multiple Sklerose, Morbus Bechterew, Schlaganfällen, Blutvergiftungen, Diabetes und zahlreichen anderen Erkrankungen existieren bereits und geraten immer mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Noch ist es aber zu früh, um von sicheren Erkenntnissen zu sprechen.

Schäden durch Überdosierungen mit ALC oder anderen Carnitin-Formen sind extrem selten, da Ihr Körper überschüssiges ALC über den Urin ausscheidet.

Acetyl-L-Carnitat in Lebensmitteln als Nahrungsergänzungsmittel

Ein erwachsener Mensch benötigt etwa 300 mg L-Carnitin pro Tag. Krankheit, körperliche und geistige Leistungsanforderungen können den Bedarf jedoch steigern.

Einige Lebensmittel erhalten von Natur aus ALC. Dazu gehören neben Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten auch Avocados, Spargel und einige Sojaprodukte wie Tempeh. Mit diesen Nahrungsmitteln können Sie Ihre ALC-Aufnahme geringfügig steigern. Allerdings unterliegt die Dosis in solchen Naturprodukte starken Schwankungen. Signifikante Leistungssteigerungen lassen sich deshalb i. d. R. erst durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erreichen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Acetyl-L-Carnitin im Gegensatz zu L-Carnitin nicht ausschließlich im Gehirn landet, sondern auch den Stoffwechsel der übrigen Körperzellen anregt.

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