Gelenke knacken

Gelenke Knacken lassen – ist das schädlich?

Ist das Knacken in den Gelenken ein Krankheitszeichen?

Manch einer ist genervt, wenn er bei seinen Mitmenschen das Knacken immer wieder hört. Nicht bei allen klappt es, ganz bewusst ein Gelenk zum Knacken zu bringen. Für einige, bei denen es funktioniert, kann es zum Zeitvertreib werden, wenn sie beispielsweise ihre Fingergelenke anspannen, bewegen und damit ein hörbares Knacken auslösen. Doch bedeutet das, was sich dabei abspielt, etwas Problematisches für die Funktion der Gelenke? Kann es Gelenkentzündungen oder sogar Arthrose verursachen?

Dr. Andrew Terrono ist Handchirurg am New England Baptist Hospital. Er weiß keine Erklärung dafür, warum bei dem einen ein Gelenk knackt und bei anderen die gleiche Bewegung kein Geräusch verursacht. Aber der leitende Arzt ist sich sicher: Durch das Fingerknacken werden genauso wenig wie bei Knackgeräuschen in anderen Gelenken gesundheitliche Probleme verursacht.

Was passiert im Gelenk?

Mit dem Knacken haben sich die Wissenschaftler von der University of Leeds näher beschäftigt. Bereits vor vier Jahrzehnten sind sie dem Phänomen auf den Grund gegangen. Sie haben festgestellt, dass für das knackende Geräusch kleine Bläschen aus Stickstoff verantwortlich sind. Durch die Bewegung des Gelenkes entsteht ein Unterdruck innerhalb des Gelenkes. In der Gelenkkapsel befindet sich ein klares und zähflüssiges Fluid. Diese auch als Gelenkschmiere bezeichnete Flüssigkeit hat die Aufgabe, bei Bewegung die Krafteinwirkung auf die Strukturen innerhalb des Gelenkes zu dämpfen. Durch den Unterdruck bilden sich Stickstoffbläschen in der Gelenkschmiere. Wird durch Bewegung eine solche Blase aus dem Gelenk herausgedrückt, platzt sie und verursacht dieses typische Knacken. Diese Theorie der Wissenschaftler würde auch erklären, warum beim bewussten „Fingerknacken“ sich das Geräusch nicht beliebig oft einstellt. Die geplatzten Stickstoffbläschen werden erst nach und nach durch neue ersetzt.

Gibt es durch regelmäßiges Knacken lassen tatsächlich keine krankhaften Veränderungen im Gelenk?

Ein Arzt aus Kalifornien machte eigene Experimente zu dem Phänomen des Gelenkknackens. Donald Unger wollte seiner Mutter klarmachen, dass ihre ständigen Ermahnungen, dass die Gelenke durch das Fingerknacken im Laufe der Zeit Schaden nehmen und sich verbilden, unnötig waren. Der Allergologe knackte jeden Tag zweimal mit den Fingergelenken, allerdings nur an seiner rechten Hand. Dieses tat er sechzig Jahre lang. Nach diesem ausgiebigen Experiment ließ er die Fingergelenke an beiden Händen untersuchen. Die Gelenke in beiden Händen wiesen im Vergleich keine Unterschiede auf. In der rechten Hand gab es weder eine Arthrose oder sonstige krankhafte Veränderungen. Er fand die Behauptung seiner Mutter damit widerlegt, dass sein Fingerknacken gefährlich wäre. Wahrscheinlich hat die Mutter ihren Sohn auch deshalb so eindringlich gewarnt, weil sie das knackende Geräusch nur schlecht ertragen konnte.

Donald Unger bekam übrigens für sein Langzeitexperiment im Jahr 2009 den Ig-Nobelpreis für Medizin verliehen. Dabei handelt es sich um eine satirische Würdigung von wissenschaftlichen Leistungen.

Gefahr durch Stoffwechselprobleme und Gelenkknacken

Doch Dr. Unger hatte Glück: Seine Gelenke wiesen nach sechzig Jahren keine arthrotischen Veränderungen auf. Auch ohne Gelenkknacken kommt es jedoch mit zunehmendem Alter bei vielen Menschen zu Gelenkverformungen. Stoffwechselprobleme und das Fehlen von wichtigen Spurenelementen können Gründe für Arthrose sein. Dr. Theodosakis hat bei Menschen mit entsprechenden Veranlagungen tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Knacken der Gelenke und krankhaften Veränderungen festgestellt.

Durch die Versorgung der Gelenke mit wichtigen Gelenknährstoffen kann die Gelenk-Gesundheit verbessert werden. Dazu zählen Chondroitin, Glucosamin sowie MSM und weitere Mikronährstoffe. Bestens dazu geeignet sind die Gelenk-Kapseln für die Gelenk-Gesundheit von ZeinPharma.

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