Gesundheitsmythos: Schnaps nach dem Essen

Der Verdauungsschnaps – ein Mythos

Wie läuft die gesunde Verdauung ab?

Die Verdauung beginnt schon im Mund mit dem Kauen und Einspeicheln der Nahrung. Der Nahrungsbrei wird dann via Speiseröhre in den Magen geschluckt. Im Normalfall pumpt der Magen den Nahrungsbrei anschließend kontinuierlich, also stetig, zur weiteren Verdauung in den Darm. Dort wird im Verlauf des Dünndarms dann das Gemisch aus Nähstoffen aufgeschlüsselt. Was der Körper verwerten kann, wird resorbiert. Dem unverdaulichen Rest wird schließlich im Verlauf des Dickdarms das Wasser entzogen und er wird wieder ausgeschieden.

Wo hakt die Verdauung bei einer sogenannten schweren Mahlzeit?

Zunächst einmal sollten die Symptome genau bestimmt und bezeichnet werden, die einen Menschen ein vorangegangenes Essen als schwer verdaulich empfinden lassen: In diesem Zusammenhang wird immer zuerst ein Völlegefühl beschrieben. Der Magen fühlt sich prall an, vollgestopft eben oder auch so, als bliebe die Nahrung viel zu lang darin liegen. Der Volksmund sagt dazu "etwas liegt schwer im Magen".

Diese Beschreibung ist absolut zutreffend. Die Verdauung stockt in einem ziemlich frühen Stadium. Was wir als schwer verdaulich empfinden, wird vom Magen nicht in den Darm weitergeleitet. Ein Magen kann bis zu zwei Liter Nahrungsbrei fassen. Dass diese Menge sich unangenehm bemerkbar macht, wenn sie zu lange dort bleibt, ist klar: Ein unangenehmes Druckgefühl entsteht, dann Magenschmerzen, auch heftige Magenkrämpfe können die Folge sein. Im Extremfall empfinden Betroffene nach einer schwer verdaulichen Mahlzeit den Druck, der vom Magen ausgeht, so stark, dass er sogar unangenehm aufs Herz wirkt. Vor allem sehr fetthaltige oder große Mahlzeiten haben solch eine Wirkung.

Damit nach einer großen oder besonders fetthaltigen Mahlzeit keine Magenbeschwerden eintreten, wird - oft sogar vorbeugend - der typische Verdauungsschnaps gereicht.

Der Schnaps nützt nicht, er schadet sogar

Der Verdauungsschnaps, der gegen Völlegefühl helfen soll, ist ein Mythos. Der Schnaps hilft nicht, im Gegenteil. Der in Schnäpsen hochprozentig angereicherte Alkohol wirkt sich hemmend auf die Peristaltik des Magens aus. Als Peristaltik bezeichnet man die Bewegungen im Verdauungstrakt, die dafür sorgen, dass der Nahrungsbrei in die richtige Richtung rutscht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Alkohol ausgerechnet jene Nervenimpulse hemmt, die dafür verantwortlich sind, dass der Magen pumpt. Je mehr Alkohol beim Essen oder danach ein Mensch aufnimmt, umso langsamer läuft die Verdauung ab.

Was hilft denn nun wirklich, wenn etwas schwer im Magen liegt?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, seiner Verdauung nach einem ausschweifenden Essen auf die Sprünge zu helfen. Am besten ist ein Verdauungsspaziergang. Warum ausgerechnet Bewegung so ausgezeichnet hilft? Das liegt auf der Hand: Die Peristaltik, also die Pumpbewegungen des Magen-Darm-Traktes, ist entscheidend dafür verantwortlich, dass unsere Verdauung schön gleichmäßig und für uns angenehm verläuft. Wenn sich ein Mensch bei einem Verdauungsspaziergang also ruhig bewegt, sorgt das dafür, dass die Bewegungen auch auf seinen Verdauungstrakt übertragen werden. Vereinfacht gesagt: Der Nahrungsbrei rutscht einfach besser vorwärts, wenn wir nach dem Essen ein Stück spazieren gehen.

Leider gibt es viele Situationen, in denen solch ein kleiner Spaziergang nach dem Essen unmöglich ist. Dann kann man auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die der Verdauung weiterhelfen. Apfelessigkapseln haben sich diesbezüglich gut bewährt. Sie bewirken die Bildung von Speichel und Magensaft. So fördern sie die Verdauung. Außerdem kann man zur Unterstützung der Verdauung Ingwerkapseln schlucken; Ingwer wirkt beruhigend und ausgleichend auf den Magen und wird sogar zur Bekämpfung von Übelkeit erfolgreich eingesetzt. Zimtkapseln helfen der Verdauung ebenfalls auf die Sprünge, vor allem bei der Verwertung von Kohlehydraten und indem sie den Blutzuckerspiegel im gesunden Bereich halten. Die drei oben genannten Verdauungshelfer und weitere Informationen zum Thema gibt es hier: https://www.zeinpharma.de/verdauung.

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