Nobelpreisträger L-Arginin

Wer sich für die Eigenschaften von Aminosäuren interessiert, kommt kaum auf den Gedanken, in den unendlichen Weiten des interstellaren Raums nach Informationen zu suchen. Und doch sind sie chemische Verbindungen, die nicht nur die Funktionen irdischen Lebens entscheidend beeinflussen, sondern auch schon in unserer Weltraumnachbarschaft auf Kometen, Meteoriten und in Gaswolken nachgewiesen werden konnten. Aminosäuren bilden eine weitläufige Familie organischer Verbindungen. Unter ihnen hat der Familienzweig der sogenannten α-Aminosäuren eine besondere Bedeutung für die Stoffwechselprozesse lebender Organismen. Seine 23 Mitglieder haben proteinogene Eigenschaften, sie sind also Bausteine der Proteine. Eiweiße (oder Proteine) sind für den Aufbau lebender Organismen und ihrer Bestandteile verantwortlich. Je nach Funktion bestimmen sie entweder deren Struktur – beispielsweise der Haare, Federn, Hufe, Muskelfasern, Blutkörperchen – oder sie steuern deren Stoffwechselprozesse – beispielsweise die Bildung von Farbstoff in den Blüten eines Stiefmütterchens. Welche Beschaffenheit und Funktion die Eiweiße haben, hängt jeweils mit ihrem spezifischen Aufbau aus Aminosäuren zusammen. Den Bauplan dazu liefert der genetische Code der Lebewesen. Er legt fest, welche Aminosäuren in welcher Reihenfolge kombiniert werden müssen, um bestimmte Eiweiße im Organismus zu produzieren.

L-Arginin: stickstoffreicher Eiweißbaustein

Unter den eiweißbildenden α-Aminosäuren hat das L-Arginin den höchsten Masseanteil an Stickstoff, eine Eigenschaft, die für die gesunde Funktion des menschlichen Organismus von entscheidender Bedeutung ist. Der Name der Verbindung geht auf das lateinische Wort Argentum zurück. In der Zeit seiner Erforschung wurde L-Arginin erstmals 1895 aus Hornsubstanz gewonnen und als Silbersalz isoliert. L-Arginin ist ein weit verbreiteter Eiweißbaustein. In Lebensmitteln finden sich die höchsten Konzentrationen pro 100 g Gewicht bei Kürbiskernen, getrockneten Erbsen, gerösteten Erdnüssen, Lachs und Hähnchenbrustfilet. L-Arginin ist für den Menschen eine semiessenzielle Aminosäure. Das bedeutet, dass der Organismus gesunder Erwachsener in der Lage ist, über Stoffwechselprozesse L-Arginin in ausreichender Menge selbst zu produzieren. Essenziell ist der Bedarf bei Kindern in der Wachstumsphase. In dieser Zeit reicht die Eigenproduktion des Körpers nicht aus und L-Arginin muss über eine ausgewogene Ernährung zugeführt werden.

Frei von Allergenen

Stickstoffmonoxid, der kleine Bote für Gefäßgesundheit

Im ausgehenden 20. Jahrhundert widmeten drei amerikanische Wissenschaftler ihre Forschung den Zusammenhängen zwischen L-Arginin und Stickstoffmonoxid und deren Bedeutung für den menschlichen Organismus. Stickstoffmonoxid ist der kleinste Botenstoff, der im menschlichen Körper aktiv ist. Seine besondere Bedeutung liegt in der Wirkung, die er auf die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems ausübt. Robert Francis Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad konnten zeigen, dass das etwa 250.000 km lange Röhrensystem unserer Blutgefäße mit einer Innenauskleidung versehen ist, die selbst über einen höchst aktiven Stoffwechsel verfügt. Zu den wichtigen Prozessen, die in diesem Riesennetzwerk von Zellen angestoßen werden, gehört die Produktion von Stickstoffmonoxid. Neben dem Endothel der Gefäßinnenwände können auch die roten Blutkörperchen Stickstoffmonoxid synthetisieren. Seine Bedeutung liegt in der Fähigkeit, die Blutgefäße aktiv zu öffnen und dadurch regulierend auf den Blutdruck zu wirken. Wenn man weiß, dass die einzige Vorstufe von Stickstoffmonoxid im menschlichen Körper die Aminosäure L-Arginin ist, kann man auf ihre große Bedeutung für die Gefäßgesundheit rückschließen. Für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse über die Stoffwechselprozesse im Gefäßinneren und in Zusammenhang mit L-Arginin bekamen Furchgott, Ignarro und Murad im Jahr 1998 den Nobelpreis für Medizin.

L-Arginin: unerlässlich für gesundes Leben

Über seine regulatorische Bedeutung für das Herz-Kreislauf-System hinaus beeinflusst L-Arginin den Ausgleich des pH-Wertes innerhalb und außerhalb der Zellen, wirkt selbst antioxidativ und ist die Vorstufe für die Bildung anderer Aminosäuren und Proteine, die den Hormonstoffwechsel beeinflussen. Für eine ausreichende Versorgung mit L-Arginin zu sorgen, ist besonders für gefährdete Personengruppen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, erektiler Dysfunktion und erhöhtem Alkoholkonsum von entscheidender Bedeutung. Einen gesunden Ausgleich erreicht man mit L-Arginin-Kapseln und -Pulver von Zein Pharma und die Produktion von Stickstoffmonoxid regt man zusätzlich mit einem Lauftraining an.

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