L-Tryptophan – für einen erholsamen Schlaf

Etwa 12 Millionen Deutschen leiden an Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Studien zeigen, dass die Aminosäure L-Tryptophan einen positiven Einfluss auf den Serotoningehalt im Hirn besitzt, der beim Schlaf eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus wird die Aminosäure für die Produktion von Niacin benötigt, was entscheidend für einen gesunden Stoffwechsel ist. Lesen Sie mehr über die wirkungsvolle Aminosäure L-Tryptophan.

Aufgabe und Wirkung von L-Tryptophan

L-Tryptophan ist eine langkettige, essentielle Aminosäure und bildet eine Vorstufe verschiedener Botenstoffe, wie Serotonin, Melatonin und Niacin. Diese Aminosäure wird von allen Lebewesen benötigt und ist für viele wichtige Funktionen verantwortlich. L-Tryptophan ist am Aufbau von Proteinen im menschlichen Körper beteiligt, z.B. in den Muskeln. Es kann von uns selbst nicht hergestellt werden und wird deshalb über die Nahrung aufgenommen. Der regelmäßige Verzehr von ausgewählten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln kann die Mindestzufuhr an L-Tryptophan sicherstellen. Dafür werden 3,5 bis 6mg pro Kilogramm Körpergewicht benötigt. Es ist u. a. in Fleisch, Fisch, Milch, Walnüssen oder Haferflocken enthalten. Besonders wirksam sind reine L-Tryptophan Kapseln die etwa 30 min vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

 

L-Tryptophan ist eine Aminosäure die für die Produktion der Schlaf- und Glückshormone Serotonin und Melatonin benötigt wird.

Vegetarier nutzen die Einnahme besonders, um ihren Bedarf zu decken. L-Tryptophan steht eng in Verbindung mit der Produktion der „Schlaf- und Glückshormone” Serotonin und Melatonin. Serotonin (auch 5-Hydroxytryptamin (5-HT) oder Enteramin) ist ein Hormon in den Geweben des menschlichen Körpers, das vielfältige Aufgaben besitzt. Das Hormon ist u. a. für die Steuerung der Stimmung und des Schlafs verantwortlich. Melatonin wird aus Serotonin in der Zirbeldrüse produziert und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Organismus. Eine einseitige oder eiweißarme Kost kann zu einem Mangel an L-Tryptophan führen.

L-Tryptophan wurde 1901 entdeckt und über viele Jahre hinweg eingesetzt, um Depressionen zu verhindern und einen gesunden Schlaf zu fördern. Die Aminosäure unterstützt den menschlichen Organismus dabei, sich zu entspannen und durch einen gesunden und erholsamen Schlaf neue Energie für den Tag zu gewinnen. Es gilt als wissenschaftlich anerkanntes Hilfsmittel bei Schlafstörungen, Angstgefühlen und Stimmungsschwankungen.

Studien zu L-Tryptophan

Bereits in den 50er Jahren wurden Studien zur L-Tryptophan-Wirkung bei Depressionen gemacht. Bei den Probanden konnten leichte und mäßige Depressionen ohne Nebenwirkungen behandelt werden. Neuere Studien z. B. aus 2009 verweisen ebenfalls auf eine positive Wirkung von L-Tryptophan auf die Stimmung und den Schlaf.*1

Eine weitere Studie beschäftigte sich mit der Wirkung bei Alkoholikern, deren Sucht auf emotionalen Stress zurückzuführen war. Die Aminosäure erwies sich auch in dieser Studie als wirksames Mittel zur Stimmungsaufhellung und zum Abbau von Stressgefühl.*2

Studien zum Prader-Willi-Syndrom, einer Genmutation des Chromosoms 15, die u. a. zu übermäßiger Tagesschläfrigkeit führen kann, zeigten auf, dass die Behandlung mit Tryptophan die Symtome reduziert.*3

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Weitere Beiträge zu dieser Kategorie