Coenzym Q10: Dosierung & Funktionen im Körper

Was ist Coenzym Q10 und was gibt es bei der Q10-Dosierung zu beachten?

Das Coenzym Q10 spielt bei allen Redoxvorgängen (Reduktions-Oxidationsvorgänge), die in praktisch jedem menschlichen Gewebe fast kontinuierlich ablaufen, eine wichtige Rolle. Das Coenzym Q10 fungiert dabei als Überträger (Donor) und als Empfänger (Akzeptor) von Elektronen. Je nach reduzierter oder oxidierter Form trägt es völlig zu Recht die Namen Ubichinol oder Ubichinon, die sich vom lateinischen ubique für „überall“ ableiten und schon darauf hindeuten, dass das Coenzym überall im Körper anzutreffen ist. Q10 gehört zu der chemischen Gruppe der Chinone, die sich durch einen aromatischen Sechsring und einer Seitenkette mit mehreren bis vielen Prenyl-Gruppen auszeichnen.

Neben seiner wichtigen Aufgabe, im Zellatmungsprozess als Elektronendonor die Umwandlung von ADP (Adenosindiphosphat) zu ATP (Adenosintriphosphat) zu unterstützen, ist seine antioxidative Rolle als Elektronendonor besonders bei oxidativem Stress gefragt. Ubichinol, die mit zwei Elektronen beladene Form des Q10 ist in der Lage, die oxidierten Substanzen wieder unter Abgabe der beiden Elektronen zu reduzieren. Die Fähigkeit zur Elektronenübertragung ist besonders wichtig zur Neutralisierung freier Radikale. Ubichinol ist sogar in der Lage, andere Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C wieder zu regenerieren und damit wieder als Antioxidantien zu reaktivieren. Aus dem Ubichinol entsteht dabei das oxidierte Ubichinon. Bei starkem oxidativen Stress verändert sich das Verhältnis Ubichinol zu Ubichinon stark zugunsten des Ubichinon, weil das Ubichinol „gebraucht“ wird, um den oxidativen Stress zu bewältigen. Die Gesamtmenge Ubichinol plus Ubichinon ändert sich dadurch nicht.

Wie kommt Coenzym Q10 in den Körper?

Der menschliche Stoffwechsel ist in der Lage, in einer komplexen Abfolge biochemischer Reaktionen aus Tyrosin und weiteren Substanzen selbst das Coenzym Q10 in Form des Ubichinol in ausreichender Menge zu synthetisieren. Dazu kommen nennenswerte Mengen von Ubichinon und Ubichinol, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Allerdings nimmt die Fähigkeit zur Eigensynthese nach der Pubertät ab einem Lebensalter von etwa 20 Jahren wieder ab. Dazu gesellt sich ein erhöhter Bedarf im Falle einer Krankheit oder durch häufige bis chronische Stresssituationen, die in unserer arbeitsteiligen Industriegesellschaft häufig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Um die geringere Produktionsrate des Ubichinol mit zunehmendem Alter und den zusätzlichen Bedarf durch Krankheit oder chronischen Stresssituationen zu kompensieren, gibt es die Möglichkeit, ein mögliches Defizit des Coenzym Q10 über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Dabei muss beachtet werden, dass Ubichinol um mehr als das Doppelte besser im Darm resorbiert wird als das Ubichinon, das erst vom Körper vor der Resorption zum Ubichinol reduziert werden muss. Die biologisch aktive Verfügbarkeit von Ubichinol ist auch deutlich schneller als die von Ubichinon.

Dosierung: Wie muss Coenzym Q10 dosiert werden

Gesunde Menschen in einem Alter von etwa 20 Jahren weisen im Mittel einen natürlichen Blutplasma-Spiegel des Coenzym Q10 (Gesamtfraktion Ubichinol plus Ubichinon) von 0,85 µg/ml, und die niedrigsten Werte bei schweren Krankheiten, chronischen Stresssituationen und/oder hohem Alter liegen bei 0,15 µg/ml. Auch als Nebenwirkung von Medikamenten kann die körpereigene Produktion von Ubichinol gestört werden wie z. b. durch die Einnahme von Statinen zur Senkung der Cholesterine.

Als Normwert für einen erwachsenen Menschen gelten 0,85 µg/ml Coenzym Q10 im Blutplasma. Plasmaspiegel, die unter 0,6 µg/ml liegen, sind als kritisch zu betrachten und signalisieren Handlungsbedarf. Um eine therapeutische Wirkung zur Unterstützung der Heilung einer Vielzahl von Krankheiten zu erzielen, empfiehlt sich eine erhöhte Konzentration von etwa 2,5 µg/ml. Um allmählich auf den anzustrebenden Wert zu gelangen, kann zunächst eine Tagesdosis von bis zu 3 mg/kg Körpermasse erforderlich sein. Das bedeutet, dass der Tagesbedarf eines normalgewichtigen Erwachsenen bei 200 bis 250 mg Q10 liegt. Zur Optimierung der Resorption des verzehrten Coenzyms ist es förderlich, das Coenzym in Form des leicht resorbierbaren Ubichinol zu sich zu nehmen. Wenn der für die Therapie anzustrebende Wert von 2,5 µg/ml erreicht ist, sollte die Dosis so angepasst werden, dass die Konzentration für ca. 3 Monate gehalten wird. Anschließend reicht eine Tagesdosis von etwa 1 mg/kg Körpermasse, um den Blutplasmaspiegel langsam auf etwa 1,2 µg/ml abzusenken und auf diesem Niveau zu halten. Der Tagesbedarf eines normalgewichtigen Menschen liegt dann bei etwa 50 mg Ubichinol.

Ist eine Überdosierung schädlich?

Die Gefahr einer Überdosierung ist gering, weil der Körper überschüssiges Coenzym Q10 zügig in inaktive Formen überführt und abbaut. Erst bei einer akuten Überdosierung von 1.000 mg täglich können Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Symptome ähnlich denen einer Erkältung auftreten.

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