Grüner Kaffee

Empfohlen werden Dosen von zweimal täglich 200 Milligramm. Grünen Kaffee als Getränk aufzugießen, ist wegen seines unangenehmen, säuerlichen Geruchs und Geschmacks eher unüblich – wenngleich die ungerösteten Bohnen durchaus genau wie Röstkaffee gemahlen und aufgebrüht werden können. Im arabischen Raum wird vereinzelt Kaffee aus grünen Bohnen getrunken. Ferner gibt es Kaffeemischungen, denen ungeröstete Bohnen beigemengt werden.

Von der Pflanze zum Grünen Kaffee

Kaffeebohnen wachsen an Kaffeebäumen oder –sträuchern der Familie der Rubiaceae. Genauer handelt es sich um die Samen aus den Steinfrüchten der Pflanze. Die Bohnen werden aus der Steinfrucht gelöst und anschließend geschält. Nach Entfernen der Pergamenthaut und des darunterliegenden Silberhäutchens erhält man Rohkaffee bzw. Grünen Kaffee. Seine Färbung hängt vom Reifegrad der Frucht ab: War sie noch unreif, sieht der Grüne Kaffee tatsächlich grün aus, ansonsten kann er gelb, braun oder rot sein.

Der Legende nach geht die Entdeckung des Grünen Kaffees auf ägyptische Mönche in der Provinz Kaffa zurück. Ein Hirte wunderte sich über das Verhalten seiner Ziegenherde und bat die Mönche um Rat: Einige der Tiere hatten im Hochland die Früchte eines Baumes gefressen und waren anschließend auffällig lebhaft im Vergleich zum anderen Teil der Herde. Die Mönche gingen dem Phänomen nach und entdeckten schließlich die Samen in den Früchten der Kaffeebäume. Sie mahlten die Bohnen, bereiteten einen Aufguss vor – und konnten so die belebende Wirkung ihrer Inhaltstoffe am eigenen Leib erfahren.

Anregend ist Grüner Kaffee vor allem wegen des enthaltenden Koffeins – ein Alkaloid und eine psychische Substanz, die das das Zentralnervensystem erregt, die Speicherfähigkeit des Gehirns erhöht und die Konzentration verbessert.

Höherer Wirkstoffgehalt in ungerösteten Bohnen

Grüner Kaffee enthält weit mehr als eintausend Wirkstoffe, die bis heute noch nicht hinlänglich erforscht sind und deren Gehalt in der Bohne je nach Anbaugebiet, Sorte und Reife variiert. Zu ihnen zählen Alkaloide wie das bereits erwähnte Koffein und Trigonellin, Aminosäuren, Kohlenhydrate, Lipide, Mineralien, Enzyme, Aromen und Säuren. Abgesehen vom anregenden Koffein, dessen Vorkommen sich durch das Rösten nicht drastisch verändert, unterscheidet sich die Konzentration einzelner, zum Teil gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe stark von der in der gerösteten Variante. Viele dieser Inhaltsstoffe werden beim Rösten deutlich vermindert.

Gesundheitsfördernde Stoffe in Grünem Kaffee

Das Alkaloid Trigonellin etwa, ein Derivat das Vitamins B6, das auch Nicotinsäure-N-methylbetain genannt wird, findet sich in Grünem Kaffee in weitaus höheren Konzentrationen als in Röstkaffee: Während der Gehalt in Grünem Kaffee etwa ein Prozent beträgt, kommt er in geröstetem Kaffee nur zu etwa 0,1 Prozent vor. Dasselbe trifft auf Chlorogensäure zu, die übrigens auch in Kartoffeln zu finden ist. Mit einem Anteil von durchschnittlich sieben Prozent ist Grüner Kaffee das Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt dieses sekundären Pflanzenstoffs. In Röstkaffee ist seine Konzentration um ein Vielfaches geringer. Chlorogensäure zählt – wie alle sekundären Pflanzenstoffe – zu den Antioxidantien.

Da Chlorogensäure in Röstkaffee nur in geringeren Mengen vorkommt, wäre ein entsprechend hoher Kaffeekonsum notwendig, um dennoch von ihrer gesundheitsfördernden Wirkung profitieren zu können. In hochdosiertem Grüner-Kaffee-Extrakt sehen Forscher deshalb eine natürliche Alternative zum Genuss etlicher Tassen Kaffee pro Tag.

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