Was ist Vitamin H?

Eine Speicherung dieser wasserlöslichen Vitamine findet so gut wie nicht statt, der Überschuss wird einfach ausgeschieden. Deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr in ausreichender Menge sehr wichtig, um den Körper optimal zu versorgen. Biotin zählt zu den lebenswichtigen Vitaminen. Es ist für den Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung, aber auch für die Haut oder Haare.

Funktion von Vitamin H

Das Vitamin H oder Biotin ist im Körper vor allem ein entscheidender Teil für den Stoffwechsel. Es unterstützt den Stoffwechsel von Fetten und Kohlenhydraten und ist auch am Energiestoffwechsel beteiligt. Eine ausreichende Versorgung von Biotin sorgt für gesunde und kräftige Haare und Nägel, das es die Kollagenproduktion im Körper anregt. Liegt ein Mangel an Biotin vor, macht sich das häufig durch brüchige und spröde Nägel, sowie glanzloses Haar bemerkbar.

Biotin ist außerdem wichtiger Bestandteil der Glukose Bildung. Bei diesem biochemischen Vorgang im Körper wird aus den körpereigenen Eiweißen und Fetten Zucker, auch als Glukose bezeichnet, hergestellt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel. Der Vorgang setzt bereits ein, wenn nur kurzzeitig Hunger besteht. So wird verhindert, dass der Glukosespiegel im Blut zu weit absinkt.

Vitamin-H Bedarf

Da es sich bei Biotin um einen wasserlöslichen Nährstoff handelt, der nicht vom Körper gespeichert wird, muss er täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. In der Regel deckt eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung den täglichen Bedarf an Vitamin H automatisch ab. Somit kommt es nur sehr selten zu einem tatsächlichen Biotin-Mangel. Bestimmte Faktoren können aber den Bedarf an Vitamin H erhöhen. Besonders schwangere oder stillende Frauen haben einen höheren Bedarf an Biotin. Auch Raucher und Menschen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, sollten auf ihre Versorgung mit Vitamin H besonders achten.

Zufuhrempfehlungen der DGE für Vitamin H

Welche Mengen von Biotin dem Körper täglich zugeführt werden müssen, hängt vom Alter ab. Je älter ein Mensch ist, umso höher ist sein Bedarf an Vitamin H. Während Säuglinge bis zum ersten Lebensjahr zwischen 5 und 10 µg/Tag benötigen, liegt der Bedarf von Kindern bis zum Alter von 15 Jahren bei 10 bis 35 µg/Tag. Ab dem 15. Lebensjahr ist der tägliche Bedarf von Biotin bei 30 bis 60 µg/Tag festgesetzt worden. Auch für Schwangere und Stillende ist dieser Bedarfswert angegeben.

Eigelb

Vitamin H in Lebensmitteln

Biotin kommt in sehr vielen Lebensmitteln vor, oft aber in deutlich geringerer Konzentration als andere Vitamine aus der Familie des B-Komplexes. Ein großes Vorkommen von Vitamin H hat z.B. Eigelb, viele Milchprodukte, Innereien wie Leber und Niere, Haferflocken und verschiedene Nüsse. Auch Hefen enthält vergleichsweise große Mengen an Vitamin H.

Daneben ist Biotin auch in Fleisch, Obst und Gemüse enthalten. Oft aber in sehr geringer Konzentration. Bananen und Erdbeeren sind z.B. im Vergleich zu anderen Obstsorten gute Biotin Lieferanten. Beim Gemüse gehören Tomaten, Erbsen und Spinat zu den Spitzenreitern.

Da Biotin wasserlöslich ist, sollten Obst und Gemüse allerdings nicht zu lange im Wasser verbleiben. Durch Waschen oder Kochen werden enorm viele Anteile ausgeschwemmt. Deshalb wird beim gekochten Gemüse empfohlen, das Kochwasser weiter zu verwenden, z.B. als Basis für eine Soße.

Vitamin-H-Mangel und Supplementierung

Obwohl Vitamin H nicht in vielen Lebensmitteln in hoher Konzentration vorhanden ist, kommt es sehr selten zu einem Biotin-Mangel, der auf die Ernährung zurückzuführen ist. Eine ausgewogene Ernährung auf einem normalen Level, deckt den Bedarf an Vitamin H ab.

Auf einen Biotin-Mangel kann der Körper sehr unterschiedlich reagieren. Vor allem sind diese Anzeichen nicht immer eindeutig zuzuordnen und können auch völlig andere Ursachen haben.

Zu den Symptomen eines Biotinmangels zählen entzündliche Hautreaktionen, Entzündungen der Zunge und eingerissene Mundwinkel, die sich ebenfalls entzünden können. Eine weitere Folge können Haarausfall und extrem brüchige und spröde Nägel sein. Appetitlosigkeit und Übelkeit kommen auch oft bei einem Mangel von Biotin vor. Es kann sich auch durch eine Blutarmut oder niedrigen Blutdruck, Herzprobleme und erhöhte Cholesterinwerte bemerkbar machen, dass dem Körper Vitamin H fehlt. Aber nicht nur körperliche Beschwerden können auftreten, auch die Psyche kann von einem Biotinmangel beeinträchtigt werden. So wurden bei betroffenen Menschen schon häufig Depressionen beobachtet.

Ob ein Biotinmangel vorliegt, kann am einfachsten mit einer Blutuntersuchung geprüft werden. Dabei wird die Konzentration von Vitamin H im Blut gemessen. Auch über eine Urinuntersuchung kann der Biotinwert im Körper gemessen werden.

Liegt ein Mangel an Vitamin H vor, so wird empfohlen vor allem Lebensmittel zu verzehren, die viel Biotin enthalten. In den meisten Fällen kann ein Vitamin H Mangel so ausgeglichen werden und die Beschwerden verschwinden innerhalb von einigen Tagen. Bei brüchigen Nägeln kann sich eine Besserung allerdings über mehrere Wochen hinziehen, denn hier dauert es länger, bis das Biotin angekommen ist.

In manchen Fällen kann es jedoch nötig sein, das fehlende Biotin über Nahrungsergänzungsmittel dem Körper zuzuführen. Dafür sind viele verschiedene Produkte erhältlich, die den Körper mit Biotin versorgen und so die Gesundheit fördern.

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