Was ist Weihrauch?

Was ist Weihrauch?

Weihrauch Baum
Weihrauch stammt aus dem Weihrauchbaum „Boswellia“, der zur Familie der Balsambaumgewächse gehört

Die Bezeichnung Weihrauch stammt ursprünglich vom Begriff „wîhrouch“, was so viel wie „Heiliges Räucherwerk“ bedeutet. Zusammengefasst wird darunter sowohl die Pflanze als auch deren Naturharz (Olibanum) und deren Rauch verstanden. Traditionell angewendet wird Weihrauch, sowie das Weihrauchharz, seit tausenden von Jahren in der Ayurveda. Es war im Mittelalter so popülar, dass es ähnlich wie bei der Seide, eine eigene Handelsstraße für den Weihrauch gab: Die Weihrauchstraße.

Herkunft und Geschichte

Weihrauch stammt aus dem Weihrauchbaum „Boswellia“, der zur Familie der Balsambaumgewächse gehört. Je nach Herkunft wird er in Weihraucharten wie u. a. in Arabischen Weihrauch (Boswellia sacra), Äthiopischen Weihrauch (Boswellia papyrifera) oder Indischen Weihrauch (Boswellia serrata) unterschieden. Seine positiven  Eigenschaften sind seit tausenden von Jahren bekannt und wurden in alten Schriften überliefert. Besonders bekannt ist er in der Ayuveda, einer altindischen Wissenschaft vom Leben. Hier bildet er ein wertvolles Grundelement von diversen Anwendungen. Die Tradition des Orients kennt „Boswellia serrata“ ebenfalls seit Jahrtausenden.

Im alten Ägypten fand das Weihrauchharz bei der Mumifizierung von wichtigen Persönlichkeiten Einsatz.  Beim Verbrennen des Naturharzes entsteht ein aromatischer Duft, der u. a. auch in der katholischen und orthodoxen Kirche genutzt wird.

In der Antike galt Boswellia Serrata als edler Rohstoff und wurde vom Oman, Jemen über Hedschas, Gaza und Damaskus auf der so genannten Weihrauchstrasse teuer gehandelt. Das Harz war so beliebt, das Details über die Handelswege und Zeiten der Transporte streng geheim gehalten wurden.

Auch in der deutschen Historie taucht Boswellia serrata auf. Hildegard von Bingen (1098-1179), eine bekannte Äbtissin der Benediktiner, beschreibt in ihren Dokumenten zu „Physika“ den Weihrauch und seine Anwendungsgebiete.

Herstellung und Zusammensetzung von Weihrauch

Weihrauch wird traditionell aus dem Weihrauchbaum gewonnen. Dazu werden einzelne Äste der Pflanze angeschnitten. Aus den angeschnittenen Flächen tropft eine klebrige Substanz, bei der es sich um ein reines Naturharz handelt. Dieses klebrige Naturharz wird an der frischen Luft trocken und bildet das typische Weihrauchharz (Olibanum). Die Herstellung des Olibanum startet im März bzw. April und dauert mehrere Monate, in denen den Ästen des Weihrauchbaums immer wieder neue Schnitte zugefügt werden. Die erste Ernte liefert meist nur ein Naturharz in schlechter Qualität. Die eigentliche Ernte des Weihrauchharzes beginnt erst drei Wochen später. Je nach Alter und Baumzustand liefert jeder Weihrauchbaum um die 3-10 kg Naturharz.

Weihrauch setzt sich aus einer Mischung von ätherischen Öl, Harzen, Proteinen sowie Schleim zusammen. Der Indische Boswellia serrata, der traditionell nach altem Verfahren aus dem Salaibaum gewonnen wird, setzt sich wie folgt zusammen:

Schleimstoffe

ca. 20 %

 

Harzsäuren mit wertvoller Boswelliasäure

ca. 15–16 %

Darunter u. a. Boswelliasäuren, Lupansäuren, Tirucallensäuren; sowie je 1 % 3-O-Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure (AKBA), 11-Keto-β-boswelliasäure (KBA))

 

ätherische Öle

Ca. 5-9 %

darunter u. a. α-Thujen, β-Myrcen, p-Cymol, Methyleugenol


Die genaue Zusammensetzung kann je nach Weihrauchart verschieden ausgeprägt sein. ZeinPharma verwendet für seine Produkte ausschließlich hochwertigen indischen Boswellia Serrata Weihrauch-Extrakt.

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