Vitamin D Mangel: Symptome bleiben oft unerkannt

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für einen gesunden Körper, hilft, chronische Erkrankungen unter Kontrolle zu behalten und senkt das Risiko von verschiedenen Erkrankungen, die meist nicht auf einen Vitamin D Mangel zurückgeführt oder in Verbindung gebracht werden. Entsprechend kompliziert wird es, wenn weder dem Betroffenem noch dem Arzt bewusst ist, dass die vorhandene Symptomatik aus einem Vitamin D Mangel resultieren könnte.

Vitamin D wird als essentieller Nährstoff bezeichnet, denn es fällt offiziell unter die Rubrik der Vitamine. In der Tat ist Vitamin D jedoch gar kein Vitamin, es wurde nach seiner Entdeckung lediglich fälschlicherweise zur Gruppe der Vitamine gezählt. Tatsächlich handelt es sich beim Vitamin D um ein Pro-Hormon (25D3) bzw. einen Hormonvorläufer, der nach seiner Aktivierung zu einem echten Hormon (1,25D3) avanciert.

Heutzutage ist bekannt, dass Vitamin D nicht nur zur Behandlung von Rachitis eingesetzt werden kann, sondern auch für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden enorm wichtig ist. Leider bedingen die geographische Lage Deutschlands sowie die Verwendung von Sonnenschutzmitteln einen Vitamin D Mangel. Aus diesem Grund wird zwar Säuglingen und Kleinkindern in Mitteleuropa regelmäßig Vitamin D verabreicht, als Nahrungsergänzung bei Erwachsenen wird es jedoch oft vernachlässigt.

In der Regel führt der Mangel an Vitamin D zu vielfältigen Leistungsminderungen, die sich wie folgt gestalten:

  • allgemeine Leistungsminderung einhergehend mit Schlappheit und Mattigkeit
  • nächtliche Muskelkrämpfe, insbesondere der Waden
  • Muskelverspannungen, vor allem im Nacken und im Rückenbereich
  • Muskelzittern, insbesondere an den Oberschenkeln
  • Zucken der Augenlider
  • brüchige Fingernägel, die oftmals mit weißen Flecken bedeckt sind
  • Antriebslosigkeit
  • Traurigkeit
  • Müdigkeit
  • Schwindelgefühle bei körperlicher Belastung
  • Kopfschmerzen, insbesondere bei körperlicher Anstrengung
  • Gelenkschmerzen, die sich bei Jugendlichen vor allem in den Knien zeigen
  • Osteomalazie (Ganzkörperbeschwerden)
  • erhöhte Anfälligkeit für Infekte
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsmangel und Nervosität

Durch welche Symptome äußert sich ein Vitamin D Defizit im Allgemeinen?

Einen relativ sicheren Nachweis von Vitamin D Mangel erhält man durch einen Bluttest - dieser kann entweder von einem Arzt durchgeführt werden oder man kauft sich ein Test-Kit für zu Hause und nimmt den Test selbst vor. Wer dagegen unter einem oder mehreren der folgenden Symptome leidet, sollte einen Arzt konsultieren, diesen auf einen möglichen Vitamin D Mangel hinweisen und bezüglich präventiver und heilender Maßnahmen zu Rate ziehen.

  1. Grippale Infekte

    Eine Studie, die in den Cambridge Journals veröffentlich wurde, besagt, dass unter Vitamin D Mangel leidende Kinder für grippale Infekte - insbesondere für Erkrankungen der Atemwege - anfälliger sind, als Kinder ohne Vitamin D Defizit. Eine nachfolgende Behandlungsstudie belegte zudem, dass sowohl Häufigkeit von als auch die Prädisposition für eine Atemwegsinfektion bei Kindern durch die Verabreichung von Vitamin D gesenkt wird.

  2. Schuppenflechte

    Wer unter Schuppenflechte leidet, sollte ebenfalls seinen Vitamin D Spiegel überprüfen lassen, denn eine britische Studie weist nach, dass synthetische Vitamin D Analoga eine gute Wirksamkeit bei der Behandlung dieser Erkrankung zeigen.

  3. Muskelschwäche

    Führende Vitamin D Experten, wie etwa Michael Holick, gehen davon aus, dass Muskelschwäche aus einem Vitamin D Mangel resultiert. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Soll die Skelettmuskulatur einwandfrei arbeiten, ist es sinnvoll durch die Zufuhr von Vitamin D deren Rezeptoren gesund zu erhalten.

  4. Diabetes

    Finnische Studien zeigten, dass sich bei Kindern, denen in ihren ersten Lebenstagen 2000 IE (internationale Einheiten) Vitamin D 3 verabreicht wurde, das Diabetes-Risiko des Typs 2 um circa 80 Prozent verringert.

  5. Asthma

    Dass das Vorhandensein von ausreichend Vitamin D im menschlichen Körper die Schwere von Asthmaanfällen mindert, belegen wissenschaftliche Analysen aus Japan. Dort wurde evaluiert, dass Kinder, die täglich mit einer Dosis von 1200 IE Vitamin D versorgt wurden, deutlich seltener unter einem Asthmaanfall litten.

  6. Parodontose

    Personen die unter der chronischen Zahnfleischerkrankung Parodontose leiden - deren Symptomatik in blutendem und geschwollenem Zahnfleisch besteht - sollten ihre Vitamin D Zufuhr steigern, um ausreichend Cathelicidine und Defensine zu produzieren. Denn diese reduzieren durch ihre antimikrobiellen Eigenschaften die Anzahl der Bakterien im Mundraum.

  7. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Untersuchungen der Harvard University belegen, dass auch Herzinsuffizienz auf einen Vitamin D Mangel zurückgeführt werden kann. Durch eine Studie an Krankenschwestern konnte bewiesen werden, dass Frauen mit niedrigeren Vitamin D Werten, ein um knapp 70 Prozent höheres Risiko für Bluthochdruck aufwiesen.

  8. Krebs

    Wissenschaftler des Medical Centers der Georgetown University in Washington entdeckten nicht nur einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Vitamin D Zufuhr und einem geringeren Brustkrebsrisiko, sondern auch dass eine höhere Vitamin D Gabe bei Krebspatienten mit einer bis zu 75-prozentigen Verringerung des Tumorwachstums und einer 50-prozentigen Reduzierung der Häufigkeit von Tumoren einherging.

  9. Depressionen und Schizophrenie

    Untersuchungen fanden deutliche Hinweise darauf, dass nur durch eine ausreichende Vitamin D Zufuhr bei Kindern und Schwangeren die Versorgung derjenigen Gehirnrezeptoren hinlänglich erfolgt, die für die psychische Verfassung und Tätigkeit im weiteren bzw. späteren Leben verantwortlich ist.

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